Photos und Stills aus dem Video (Photos Oana Vainer)
c-prints 40 x 29,7 cm
Für diese Performance kroch ich durch die Wall Street und schob ein Sparschwein vor mir her.
Ich wählte damals die Wall Street aufgrund ihrer ganzen Funktionalität und Rationalität, aufgrund ihres Mangels an Zeit und ihres Mangels an Sinn für das auf den ersten Blick Unwesentliche.
Die meisten mit dem Kriechen konfrontierten Banker ignorierten mich. Einige beobachteten mich, diese Absurdität. Sie hielten Distanz von mir und ein paar warfen Münzen in mein Sparschwein. Einige Strassenarbeiter lachten mich aus, andere meinten ich sei "crazy". Ein Hotdogverkäufer beobachtet mich sehr genau. Doch schnell werde ich von suspekt zu "harmlos" zurückgestuft.
Nach drei Minuten und 45 Sekunden beendet die Polizei mein alternatives Fundraising. Sie kicken das Sparschwein von der Strasse und zerren mich auf die Beine.
Protokoll, Befragung - meine Photographin Oana Vainer entzieht mich abrupt dem Prozedere. Der Erlös dieser Aktion belief sich auf 1 Dollar 50 Cents.
Heute lote ich die Begriffe normal und anormal neu aus. Die Wall Street attestierte mir 2007 Dysfunktionalität. Das Kriechen war keine anerkannte gesellschaftliche Praxis. Was ist heute anormal in der Wall Street? Was ist Irrsinn?